Grundlagentexte

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Foto: A. Bruderer

Hier finden Sie eine Sammlung von Grundlagentexten, aufgeteilt in die folgenden drei Bereiche: Poesie, Pilgerspiritualität und Predigten.

Poesie

Reden vom Unsagbaren

Es gibt die beschreibende Sprache und es gibt die poetische Sprache. Die Rose im Garten kann ich beschreiben. Ich kann ihre Farbe benennen, die Form ihrer Blütenblätter beschreiben, ich kann Worte finden für den besonderen Duft gerade dieser Rose, ich kann die Rose einordnen, klassifizieren, festlegen. Je mehr ich dies tue, desto mehr werde ich mich von dem entfernen, was die Rose wirklich ist. Um mich dem Wesen der Rose zu nähern, benötige ich eine andere Sprache: Die poetische Sprache.

Die poetische Sprache ordnet nicht ein, legt nicht fest. Sie lässt offen, beschreibt nicht, sondern weist auf etwas hin ohne dieses etwas festhalten zu wollen. Darum ist die poetische Sprache die Sprache der Bilder. Es ist eine assoziative Sprache. Sie engt nicht ein wie die definitorische Sprache; sie weitet den Raum. Der poetischen Sprache ist es möglich, um einen Ausdruck von Dorothee Sölle aufzunehmen „das Eis der Seele zu spalten“ also zu ermöglichen, dass uns die Worte wieder in der Tiefe berühren.

Reden vom Unsagbaren

Pilgerspiritualität

Theologie und Spiritualität des Pilgern

An die menschliche Grunderfahrung des Unterwegsseins knüpft das Jakobspilgern an. Und zwar tut es dies im religiösen Kontext.

Hier kommt für mich die Unterscheidung zwischen einem spirituellen Wanderer und einem Pilger, in unserem Fall einem Jakobspilger, ins Spiel. Pilgern auf dem Jakobsweg ist nicht möglich ohne Berücksichtigung des christlichen Hintergrundes, aus dem heraus sich Pilgerinnen und Pilger auf den Weg machen. Bleibt dieser Hintergrund unberücksichtigt, so verwandelt sich der Pilger in einen Wanderer, eventuell in einen spirituellen Wanderer. Dies ist nicht abwertend gemeint. Beides hat seine Berechtigung.

Bei Vorträgen werde ich oft gefragt, was denn der Unterschied zwischen einem Pilger und einem Wanderer sei. Für den mittelalterlichen Jakobspilger war dies keine Frage. Sein ganzes Leben war eingebunden in die christliche Spiritualität. Für alle wichtigen Lebensübergänge stellte die Institution Kirche ihre Rituale zur Verfügung.

Für viele heutige Menschen ist die Beziehung zu ihrer religiösen Herkunft fragwürdig geworden. Religion wird deshalb oft durch Spiritualität ersetzt. „Religiös bin ich nicht, aber spirituell!“, heisst dann etwa die Antwort auf die Frage nach der religiösen Beheimatung.

Wenn ich gehe singt mein Herz

Als Pilger brechen wir nun auf
(Nach der Melodie von: Geh aus mein Herz und suche Freud)

1. Als Pilger brechen wir nun auf / verlassen unsern Hof und Haus / und gehen neue Wege / ob Regen Wind / ob Sonnenschein / ob Schneegestöber Trockenheit / wir gehen mit Vergnügen / und singen unsre Lieder

Pilgerlied

Kurze Geschichte des Jakobsweges

Geschichte des Jakobsweges

Pilgern auf reformiert

Notabene April 2013

Pilgerpredigten

20.10.2012    Der Pilgerweg als Lebensweg
9.3.2014       Der Pilgerweg als Weg der Sehnsucht
6.3.2016       Von der Angst loszulassen
10.3.2013      In Gottes Namen fahren wir
20.10.2013    Pilgerreisen als Wege zum Selbst
18.9.2016     Abschiedspredigt Andreas Bruderer

Verschiedene Predigten

19.10.2017  Vom Tanz des Lebens. Mose begegnet Gott.